#45 Das Tempelhofer Feld am Rand bebauen – wirklich jetzt? Quasi mitten im Berliner Wahlkampf gibt's neue Vorschläge.

Shownotes

Das Tempelhofer Feld am Rand bebauen – wirklich jetzt? Quasi mitten im Berliner Wahlkampf legen die Architekten Kollhoff und Nöfer eine neue Idee vor - mit 25.000 Wahnungen! Was es damit auf sich hat und wie der Vorschlag diskutiert wird, ist Gegenstand unserer Episode.

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00:00:21: Hallo und herzlich willkommen.

00:00:24: Ein neuer Vorschlag schlägt Wogen!

00:00:28: Soll das Tempelhofer Feld am Rand bebaut werden?

00:00:31: Wirklich

00:00:32: jetzt?!

00:00:34: Im Studio begrüße ich Doris, Marianne, Marion und Martin – Ich selbst bin Barbara.

00:00:42: Wir hatten uns schon vor zwei Jahren in den Episoden achtzehn, neunzehntundzwanzig mit dem Plänen für das Tempelhofer Feld auseinandergesetzt.

00:00:51: Hiernach nur ein kürzer Rückblick Im Jahr zwanzig vierzehn sammelten die Berliner in Windeseile über einen Volksbegehren genügend Stimmen für einen Volksentscheid.

00:01:03: Die Folge?

00:01:04: Das Tempelhofer Feldgesetz wurde beschlossen.

00:01:07: Hier nach kurz zusammengefasst die wichtigsten Ziele Das Tempelhoferfeld wird nicht bebaut.

00:01:16: Es dient der Erholung und steht allen als Freizeitfläche zur Verfügung, es wird als Ort der Berliner Geschichte geschützt und es darf weder in Gänze noch in Teilen privatisiert werden.

00:01:32: Bis heute wurden nur zwei kleine Änderungen im Gesetz eingearbeitet.

00:01:39: Diese schufen die Rechtsgrundlage für den Fortbestand der Flüchtlingsunterkünfte, die sich auf einem kleinen Teil des Feldes befinden.

00:01:49: Zwölf Jahre später jedoch gerät das Gesetz wieder unter Druck.

00:01:54: Im April, zwanzig sechsundzwanzig führte die IHK Berlin eine Umfrage durch und stellte neben anderen Fragen dazu ein tausend Berliner folgende Frage Wie stehen sie?

00:02:09: zu einer maßvollen Bebauung am Rand des Tempelhofer Feldes zur Schaffung von zusätzlichem Wohnraum, wenn die zentrale Freifläche erhalten bliebe.

00:02:22: Diese tausend befragten Berliner stimmten überraschend mehrheitlich für eine Bebauungen – so sprachen sich eher Für-eine-Bebauungen aus ungefähr sechzig Prozent der Grünen und einen Sechzig prozent der Linkenwähler Über siebzig Prozent der CDU und PSW-Wähler, und circa sechsunsechzig Prozent des SPD und achtensechzehntig Prozent der FDP-Wehler aus diesen Kontingent der Tausend Befragten.

00:02:54: Fakt ist – Der Mietmarkt in Berlin ist laut Einenundachtzig Prozent befragte sehr angespannt Und Wohnungen zu bezahlbaren Preisen werden dringend benötigt.

00:03:10: Bündlich im Wahljahr veröffentlicht das Architekten-Team Kohlhoff und Nöfer einen neuen Entwurf für die Randbebauung des Tempelhofer Feldes.

00:03:21: Nun keine Hochhaustürme mehr, sondern was genau?

00:03:26: Doris, erzähl uns doch mal ein bisschen über diesen Entwurf!

00:03:31: Das mache ich gerne – der städtebauliche Konzept stammt von Hans Kollauf und Tobias Növer.

00:03:38: Es orientiert sich an klassischen Berliner Quartieren wie dem Schillerkiez oder den Bergmann-Kiez.

00:03:45: Wie du schon sagtest, anders als bei früheren Debatten um Hochhauslösungen setzt dieser Entwurf auf eine niedrige kleinteilige Bebauung.

00:03:55: Geplant sind rund zweitausend individuell gestaltete Stadthäuser, kurze Wege, gemischte Nutzung und eine dichte urbanische Struktur.

00:04:06: Von den immerhin einundzwanzigtausend vierhundert Wohnungen sollen rund dreißig Prozent öffentlich gefördert entstehen.

00:04:15: Weitere Flächen sind für frei finanzierte Wohnungen vorgesehen, etwa durch landeseigene Wohnungsbaugesellschaften oder Genossenschaften.

00:04:25: Zusätzlich plant die Initiative rund zehn Prozent Gewerbeflächen.

00:04:30: Ein Teil dieser Gewerbepflächen soll dauerhaft vor starkem Mieterhöhung geschützt werden.

00:04:37: Etwa fünfzehn Prozent der Flächen sind für Kitas, Schulen und soziale Infrastruktur vorgesehen.

00:04:45: Die Initiative selbst spricht von einem vielfältigen Berliner Quartier statt einer monotonen Neubau-Siedlung – Keats & Großstadt gleichermaßen!

00:04:57: Das Projekt könne innerhalb von sechs Jahren umgesetzt werden.

00:05:02: Die Investitionskosten werden mit rund neun Milliarden Euro beziffert.

00:05:08: Ein zentrales Element des Entwurfs ist die sogenannte Tempelhofer Promenade.

00:05:14: Sie soll als Urbana-Ring die innere Freifläche rahmen und die neuen Wohnquartiere mit den angrenzenden Kiezen verbinden, geplant es unter anderem eine breite Platanenallee, die direkt an das Feld anschließen.

00:05:37: sei der Vorschlag gerade kein Angriff auf die Freifläche, sondern ein Modell zu deren dauerhaften Sicherung.

00:05:45: Zur Veranschaulichung wiesen die Planner mehrfach hin auf internationale Beispiele wie den Central Park in New York oder den Hyde Park in London.

00:05:56: Große innerstädtische Parks seien häufig von urbanen Quartieren gerahmt und gerade dadurch eng mit dem Stadtleben verbunden.

00:06:06: Das Konzept sieht außerdem eine klimaneutrale Energieversorgung, serielle und kosteneffiziente Bauweisen sowie ein umfangreiches Verkehrskonzept vor.

00:06:17: Geplant sei unter anderem eine Busanbindung entlang der Tempelhofer Promenade.

00:06:24: auch der bereits seit Jahren diskutierte Vorschlag eines zusätzlichen S-Bahnhof im Süden des Areals wurde erneut aufgegriffen.

00:06:33: Ich finde es toll dass es einen Konzept gibt Das Tempeloverfeld am Rand umweltverträglich, sicherlich mit den verschiedenen Kritiken auch führt die Bebauung mit Wohnungen zu nutzen.

00:06:48: Es ist nicht einfach nur ein oder zwei Wohnungen, die da entstehen sondern es sollen ungefähr einundzwanzigtausend vierhundert Wohnungen entstehen und das wurde immerhin

00:06:59: fünfzigtausende

00:07:00: neue Bewohner am Tempeleverfeld einzuhäuse geben.

00:07:05: Die gesamte Fläche des Tempeloverfeldes sind etwa drei Hundert Hektar.

00:07:11: Bebaut werden sollen davon aber nur hundert hektar, es bleibt also eine große Freifläche von zweihundert Hektern übrig.

00:07:21: das ist ein großer Bereich wie etwa der Tiergarten in Berlin.

00:07:28: Aber wie will man den dann vor Bebauung schützen?

00:07:31: Die Architekten haben dazu vorgeschlagen, eine Stiftung zu gründen und diese Stiftungen hat dann die Aufgabe sicherlich eine schwere Aufgabe.

00:07:43: Aber nach einem entsprechenden Konzept das entwickelt worden ist auch hier jegliche weitere Bebauung zu verhindern.

00:07:53: Und beim Thema Bebauungen, Marion fällt mir ein wir haben doch das Tempelhofer Feldgesetz?

00:07:59: Ja, dass es richtig!

00:08:01: Das Tempelhofer-Feld-Gesetz gibt es natürlich, aber ein Gesetz kann man ändern.

00:08:06: Denn mit dem Gesetz ist der Initiative quasi die Kontrolle entzogen worden und jetzt liegt das Gesetz zum Tempel hofer Feld und seiner Bebauung beim Souverän – und das ist das Parlament!

00:08:22: Du hast das ja eben schon gesagt, Barbara.

00:08:23: Das Gesetz ist schon zweimal geändert worden.

00:08:26: Natürlich kann der Senat, kann das Parlament das Gesetz weiter ändern und in dem Zuge kann man auch die Stiftung und die zwei Hundert Hektar schon mal ganz gut beschützen über eine Novellierung des Gesetzes.

00:08:43: So viel zum Templover Feldgesetz – das gibt es!

00:08:47: Und das muss man nicht abschaffen Das muss man nur anpassen.

00:08:52: Was gebaut wird, das steht auf dem anderen Tableau im Grunde genommen rein rechtlich.

00:08:57: da werde ich aber gleich noch ein bisschen ausführlicher was zu erzählen und auch eine These äußern.

00:09:03: Es ist ja nicht das erste Mal dass man über die Bebauung des Templaux verfällt.

00:09:09: es spricht also selbst.

00:09:10: der Senat hat bis vor dem Beschluss des Temploverfeldgesetzes ein Projekt verfolgt, etwa fourtausend siebenhundert Wohnungen in die Randgebauung zu setzen.

00:09:21: Diese Initiative wurde eingestellt als dann das Templover Feldgesetz beschlossen wurde.

00:09:29: aber immer mal wieder gab es Bestrebungen Wünsche oder Begehrlichkeiten diese große freie Fläche zu bebauen.

00:09:39: So gab es den Internationalen Ideenwettbewerb, als die Regierung in Berlin gewechselt hatte.

00:09:50: Und da wurden etwa hundertsechzig städtebauliche und landschaftliche Entwürfe eingereicht – wie man diese große Fläche denn auch für Bebauung nutzen könnte.

00:10:03: Sechs Gewinnerkonzepte wurden von einer Jury primiert.

00:10:07: Drei dieser Entwürfe sahen eine behutsame Bebauung vor und die anderen waren reine Freiflächengestaltungen.

00:10:17: Man hat also auch schon gutes Material, um vielleicht für die Stiftung entsprechende Festlegung zu treffen was mit den Zweihundert Hektaren denn wirklich dann passieren soll wie die Freifläche also weiter geschützt wird.

00:10:33: Und die markanten private und wirtschaftliche Großprojekte, die wir vorliegen haben ist das jetzt schon mehrfach besprochene Konzept von Kohlhoff & Növer aus dem Jahr zwanzig sechsundzwanzig.

00:10:48: Es gab dann dieses interessante Projekt Zwölf Wohntürme im Bereich des Sempeloverfeldes zu bauen von Christoph Langkopf, zwanzich fünfundzwanziger.

00:11:01: Aber es gab auch Expo-Messevisionen, die denn dieses Tempelhoferfeld zu einem dauerhaften für eine Weltausstellung wie die EXPO dann im Jahr twenty-fünfunddreißig zu entwickeln.

00:11:16: Und wenn ich nochmal zurückgehe auf das Tempelhoferfeld mit seinen Vorgaben?

00:11:21: Es soll der Erholung und als Freizeitfläche für alle Dingen!

00:11:25: Und gleichzeitig gibt er jede Menge Artenvielfert und Tiere, Deswegen lehnt der Nabu zum Beispiel die Bebauung ab, weil sie sagen das würde den Artenreichtum verringern.

00:11:39: Denn die Tiere, die jetzt am Rande leben würden dann in die Mitte gedrängt wo sie da nicht mehr adäquate Lebensräume finden würden.

00:11:46: Ich meine wieder ein paar Zauneidechsen mehr zu schützen muss ich mal fragen.

00:11:51: Und was ist wichtig?

00:11:53: Wir müssen auch die Menschen unterbringen.

00:11:56: Also ich glaube wir müssen erstmal ein bisschen anders dahin gucken was jetzt eigentlich geplant ist und was alles noch zu diskutieren, zu klären und zu detaillieren ist.

00:12:06: Jetzt gucken wir uns erst mal an auf welcher rechtlichen Grundlage denn voraussichtlich das ist eine These meinerseits die Architekten Kollauf und Nöfer auf die Idee kommen man konnte das Ganze in sechs Jahren verwirklichen.

00:12:22: Das ist ja für Berliner Verhältnisse eine geradezu Fantasmagorische Zahl, wenn wir uns andere große neue Stadtquartiere angucken die ja teilweise seit zwanzig Jahren schon geplant werden und noch kein Stein gekauft worden ist.

00:12:39: Aber gucken wir mal an was voraussichtlich mit diesem Entwurf geplant ist?

00:12:44: Wenn man sich die vorliegenden Unterlagen anguckt trifft man immer wieder auf hübsche Sätze.

00:12:50: ich zitiere jetzt nur einmal aus dem Foliensatz eine Zusammenfassung.

00:12:55: Da heißt es, ich zitiere das Projekt Rout auf drei Säulen.

00:12:59: Erstens der geschlossene Allenering den hast du eben schon erwähnt, liebe Marion mit einer rahmenden Randbebauung entwickelt aus den benachbarten Quartieren heraus.

00:13:13: Spannende Einschub!

00:13:16: Zweitens – ich zitiere wieder Das Berliner Stadthaus auch das interessant mit seiner Großzügigkeit und urbane Nutzungsmischung, ein Abbild der Stadtgesellschaft.

00:13:29: Und drittens das einfache Bauen für dass das Berliner Stadthaus mit seiner Dichte- und Kompactheit die ideale Voraussetzung bietet.

00:13:40: Ich leite aus den vorliegenden Unterlagen ab ,dass Koloff und Neufer nicht unschlau hiervor haben diese ganze neue Siegelung zu bauen Mithilfe des Paragraphen-Vierendreißig im Baugesetzbuch.

00:13:57: Dieser Paragraf, da muss ich jetzt ein bisschen zitieren weil ich keine Juristin bin.

00:14:01: Der Paragrap-Viertendreßigbaugesetzbuch stellt die Genehmigungsnorm für alle Flächen dar, für die kein Bebauungsplan festgesetzt ist und die nicht in dem sogenannten Außenbereich gemäß Paragra fünfundreißigt baugesetzbuch liegen.

00:14:19: Die Abgrenzung Ich kürze das Zitat etwas, ist schwierig.

00:14:24: Häufig sehr kompliziert – ich zitiere wieder – und mit gerichtlichen Auseinandersetzungen verbunden.

00:14:31: Der Gag an § thirty-four baugesetzbuch.

00:14:35: Ich verkürze jetzt, man kann das alles im Internet nachlesen was es genau damit auf sich hat….

00:14:41: der Gag daran ist eigentlich dass es keine formelle Bürgerbeteiligung gibt wenn Es als Binnenverdichtung, die sehr verwandt ist mit dem Gebäudebestand der schon da ist.

00:14:56: Dann kann damit die formelle Bürgerbeteiligung entfallen.

00:15:01: es gibt selbstverständlich und da kommt dann sicherlich auch der Nabo wieder ins Gespräch Die Vorgaben, die es auch in Berlin gibt für die informelle Beteiligung.

00:15:11: Aber die ganze formelle Bürgerbeteiligung entfällt und beschleunigt natürlich dadurch das Verfahren erheblich.

00:15:21: Das glaube ich ist wirklich die Grundlage dafür.

00:15:25: Also meine These – Ich kann das nicht beweisen Dieses Architektenduo, also optimistisch in die Zukunft blickt und sagt man kann diese neue Stadt.

00:15:36: Das ist eine Mittelstadt mit fünfzigtausend Einwohnern und Einwohnerinnen.

00:15:41: Die kann man in sechs Jahren bauen.

00:15:43: Großartig!

00:15:45: Ich find's toll.

00:15:46: Ist sehr gewagt und für Berlin würde ich sagen, gehört sich das?

00:15:51: Ja, fantastisch an.

00:15:52: Wenn das mal klappen würde denn normalerweise sagen Bauunternehmen hat man in der Regel wenn ein Bebauungsplan benötigt wird mit einem Zeitraum von sechs bis zehn Jahren zu rechnen.

00:16:01: und dann ist schon wieder der Plan überfällig und es sind wieder andere Bedürfnisse entstanden und deswegen ist das echt spannend.

00:16:08: aber setzen wir uns doch noch ein bisschen mit dem Plan auseinander.

00:16:12: Martin du hast dich ja mal mit Verkehr und Anbindung und sozialer Infrastruktur auseinandersetzt.

00:16:20: Ja genau, bei diesem ganzen Plan da gibt es eine kleine Passage zum Thema Erschließung.

00:16:27: Es ist eine Straße vom Kolumbiadamm ringförmig bis zum Ausgang zum Tempelhofer Damm geplant.

00:16:37: Tempo dreißig Radverkehr in beide Richtungen über eine zweispurige Einbahnstraße.

00:16:44: Wie das genau aussehen soll weiß ich nicht aber okay Ich habe eine etwas andere Rechnung mal aufgemacht.

00:16:52: Bei Fünfzigtausend Bewohnern hat jeder Siebte ein Auto.

00:16:56: Nehmen wir mal an, am Vormittag fahren diese sieben Tausend Autos mal los!

00:17:03: Wenn die in vier Stunden losfahren dann sind das dreißig Autos pro Minute.

00:17:10: Wenn die jetzt auf den Tempelhofer Damm einbiegen wollen ... Dann wird das für den Tempelhofer Dam Und die Umgebung ziemlich, ziemlich voll.

00:17:20: Weil das ist ja pro Minute!

00:17:24: Selbst wenn viel weniger Leute ein Auto haben.

00:17:26: aber die Zeit, wenn sie morgens losfahren und dann nicht in vier Stunden sondern in zwei Stunden ist, dann habe ich die gleiche Zahl wieder.

00:17:36: Ich habe also ein Problem den fließenden Verkehr dort hinzubringen beziehungsweise weg zu bringen.

00:17:45: Gleichzeitig streiten sich dann die Linienbusse, der Lieferverkehr und die Radfahrer umhalb den Platz.

00:17:56: Entlang dieser Promenade sollen auch noch ungefähr sixteenhundert Parkplätze entstehen.

00:18:03: Wenn dazu jetzt dann der Kampf auch noch losgeht glaube ich ist das dort doch sehr sehr eng.

00:18:10: Also kurz gesagt Der Verkehr, der durch diese fünfzigtausendneuen Bewohner entstehen würde ist nicht klein zu reden.

00:18:19: Absolut nicht!

00:18:20: Weil auf der einen Strecke haben wir den Tempelhofer Damm, am anderen Ende durch den Schillerkiez dann ist die Karl-Marx-Straße und die ist heute schon relativ voll.

00:18:34: Ich habe da auch nochmal zwei Kommentare gefunden nämlich von dem Bürgermeistern der angrenzenden Bezirke.

00:18:40: Die haben sich auch darüber beklagt.

00:18:42: Sie wüssten nicht, wo das Geld herkommen sollte um diese Straßenanbindung zu leisten und die Anwohner machen sich natürlich große Sorgen um das Abfließen des Verkehrs von diesem neu gebauten inneren Kiezbereich.

00:18:55: Also mal gemacht gemacht würde ich vorschlagen Denn dieses jetzt vorgelegte erste Konzept Das besteht für die Öffentlichkeit aus einem Foliensatz und aus einem, wie ich finde großartigen kleinen Papier von ungefähr, weil sie auch in die fünfzehn Seiten glaube ich.

00:19:16: Davon ist je hälfte Bildmaterial.

00:19:19: Vorsicht vor Sicht!

00:19:21: Dieses ist kein Umsetzungsplan sondern all das was dazugehört um hier einen neuen Kiez zu basteln.

00:19:29: Das muss doch in der nächsten Stufe erstmal mit den jeweiligen Fachleuten realisiert werden.

00:19:37: Wir haben nur Das große Talent Vorschläge zu zerreden, bevor sie überhaupt richtig ausformuliert sind und in den Details beschrieben sind.

00:19:50: Ja, Marianne auch die Sinnaz-Verkehrsverwaltung äußert sich noch nicht zur möglichen Auswirkung eine Bebauung des Temploverfels auf umliegenden Verkehrsachsen.

00:20:01: Zum jetzigen Zeitpunkt legen keine fachlichen Bewertungen vor

00:20:07: Eben, aber statt die abzuwarten wird es erst mal schlecht geredet.

00:20:12: Und die Bodenbrötenden leerchen werden auf den Zweihundert Hektar auch voraussichtlich keinen Platz mehr haben.

00:20:19: Brüter hin und Brüther her hat.

00:20:21: entscheidend ist eigentlich... Das

00:20:23: sind langsame Brüder wenn ich man eben dazwischen

00:20:27: habe!

00:20:27: Wichtig ist ja eigentlich dass die Menschen, die dort leben zu ihren Arbeitsplätzen gelangen und dass die Leute, die dann in diesen Geschäften, in den Firmen dort arbeiten, dorthin kommen können.

00:20:41: Also brauchen wir eine richtige Anbindung mit dem Nahverkehr.

00:20:45: Da sehe ich wirklich ein großes Problem.

00:20:48: Der Kolumbiadamm ist relativ voll der Tempelhoferdamm ist relative voll Und die Busse durch den Schillakitz zu führen, der ist einfach sehr eng.

00:21:00: Wer dort sich mal die Park-Situation angeschaut hat, stellt fest da passen öfters gar keine Busse durch.

00:21:08: Du scheinst nur Busse und Autos zu kennen!

00:21:11: Es gibt Fahrräder es gibt Beine mit denen man zu Fuß gehen kann.

00:21:18: das ist ja die großartige Idee von Frau Bonde Magnetschwebebahnen Es gibt so allerlei anderes, was man

00:21:26: hier nutzen kann.

00:21:26: Ja, stimmt!

00:21:27: Es gibt

00:21:28: auch noch die fliegenden Drohnen – die habe ich ganz vergessen.

00:21:31: Die

00:21:31: fliegende Drohne sind eine schlechte Idee.

00:21:35: Ich nehme dann die Fluchtaxis wie sie von Dorothee Bär schon vor fünfzehn Jahren ins Feld geschleudert wurden sozusagen bis heute gibt es sie ja nicht.

00:21:46: Also ich denke wir haben jetzt genügend kreative Vorschläge zum Thema Verkehrsambindung gehört?

00:21:52: Was gibt es denn noch zu berichten, also ich denke soziale Infrastruktur ist auch ein Thema?

00:21:59: Also der Senat sieht angesichts des angespannten Wohnungsmarktes sowie des dringenden Bedarfs an sozialen Einrichtungen wie Schulen, Kitas und Jugendpreiseiteinrichtung die Notwendigkeit einen stadtweiten Dialog zur Zukunft des Temploverfelds zu führen.

00:22:17: Ich bitte um eine Ergänzung, auch die Senioren und Senioren wollen ihr Plätzchen haben.

00:22:23: Oh also dringenden Bedarfs an sozialen Einrichtungen wie Schulen, Kitas, Seniorenfreizeitstädte und Jugendfreizeiteinrichtungen, die Notwendigkeit einen stadtweiten Dialog zur Zukunft des Semplofer Fels zu führen?

00:22:41: Darin soll es um folgende Fragen gehen!

00:22:45: Welche Bedarfe gibt es stattweit, beispielsweise im Wohnungsneubau?

00:22:51: Wie müssen neue Quartiere geplant und gebaut werden um den großen Herausforderungen wie Klimawandel

00:22:58: und

00:22:58: Verkehrswende zu begegnen.

00:23:01: Welchen Beitrag könnte hierzu das Tempeloverfeld leisten?

00:23:06: Übrigens glaube ich, um hier wirklich eine gute Infrastruktur hinzubekommen für ein so großes neues Quartier Sollten wir hier in Berlin nochmal gucken, wie es andere große Städte in Europa machen.

00:23:19: Unter anderem weiß ich aus Wien dass die soziale und sonstige Infrastruktur sprich die Infrastruktur die zum großen Teil in den Erdgeschossen zu finden ist zentral mit beplant so das es hier keinen Wildwuchs geben kann sondern dass sich hier ein Mix hinbekomme das möglichst gut auf die Bedürfnisse der zukünftigen Bewohner und Bewohnerin zugeschnitten ist.

00:23:47: Bei diesem jetzigen Entwurf fehlt mir so ein richtiger Eyecatcher, der zum Beispiel das Zentrum dieser neuen Stadt sein könnte.

00:23:57: Für mich ist es einfach ein Guss von einer Abfolge beliebiger Wohnungen ohne dass wirklich ein Zentrum erkennbar ist.

00:24:07: Die ganzen Planungen, die in den fünftiger Jahren gemacht worden sind.

00:24:12: hier im Berlin beinhalten alle ein Zentrum.

00:24:16: In diesem Plan sehe ich da gar nichts von.

00:24:19: Es ist ja auch nicht vorgesehen hier einen völlig neuen Zentrum zu bauen.

00:24:23: also es ist echt eine neue Stadt sondern es ist ja der Gag oder einer der Gags an diesem Entwurf.

00:24:29: Es ist Ja eine Fortsetzung der Bebauung die schon da ist.

00:24:34: Ich nutze die Zentrumsfunktionen die in den drei beteiligten Bezirken schon voranwähnt.

00:24:41: Da

00:24:42: möchte ich mal kurz einwerfen, die soziale Infrastruktur ist im Tempelhof Schönefeld und in Neukölln, die dort angrenzen.

00:24:51: Schon jetzt mangelhaft.

00:24:52: das beklagen auch die Bürgermeister.

00:24:54: also insofern weiß man da nicht wo dieses Meer an Personen die dort jetzt in denselben angrenzenden Bereich ziehen wie die dann noch versorgt werden sollen.

00:25:05: Wenn ich mir den Schillerkeets anschaue, gibt es einen Mittelpunkt.

00:25:09: Es gibt eine Kirche – die ist heute nicht mehr im Betrieb aber sie ist ein Café!

00:25:14: Es gibt dort Geschäfte.

00:25:16: Dort gibt es soziales Leben.

00:25:18: Aber wenn jetzt so ein ganz neuer Stadtteil hochgezogen wird der muss erstmal irgendwie ins Leben kommen und das geht eigentlich nur in dem ein Zentrum dort aufgebaut wird.

00:25:32: Warten wir doch mal ab?

00:25:33: Was da so an Ideen sich noch entwickeln werden, immerhin haben wir ja hinter dieser Bebauung dieses zweihundert Tektakroße nicht zu bebauende aber grün zugestaltende Gebiet.

00:25:48: Und warum soll es angesichts des Klimawandels nicht beispielsweise ein solches Zentrum geben?

00:25:56: Das also eine Grünstruktur, die in dem Wohngebiet mitgebaut wird.

00:26:01: So wie wir das aus den Schwammstadt-Projekten kennen – grün und blaue Infrastruktur.

00:26:06: Die Verbindung zu diesen zwei Hundert Hektar Grünen finden.

00:26:11: Und es dann hier eine entsprechende neue Gestaltungsmöglichkeit für ein Zentrum gibt.

00:26:17: Also vielleicht nochmal kurz zur Systematisierung?

00:26:20: Denn wir zerfasern hier gerade so ein bisschen weil wir unterschiedliche Dinge gleichzeitig diskutieren.

00:26:25: Also erstens heißt der Stadtbezirk, das muss ich jetzt korrigieren.

00:26:28: Tempelhof Schöneberg Das wäre eine Annexion der besonderen Güte wenn man so weit in den Osten vor Sturzen führte.

00:26:38: Nicht oder mangelhafte Infrastruktur So wie du es gerade gesagt hast Barbara Darum geht es doch grade hier zusätzliche soziale und sonstige Infrastruktur zu schaffen für die zusätzlichen Bewohner.

00:26:52: Und wenn es gut läuft, das würde zumindest unser in Pankow grüner Baustadtrat sagen muss es auch zusätzlichen Nutzen bringen für die vorhandenen Bewohner und Bewohnerinnen, die heute schon dort leben.

00:27:07: Und Thema Zentrum?

00:27:09: Das ist für mich ein anderes Thema und das hast du ja gerade Marion schon aufgenommen indem du gesagt hast warum definieren wir den Zentrum in diesem Kontext nicht wirklich ein bisschen anders, weil es hier eben wirklich um ein großes Projekt geht mit extrem vielen Wohnungen auch für die anderen, die in Berlin schon geplant Großquartiere.

00:27:34: Wenn ich mir anschaue wie zum Beispiel der Potsdamer Platz abends aussieht er ist öde!

00:27:41: Dieses riesen Areal das damals bebaut worden ist is abends öde, es ist tot.

00:27:48: Da gibt es genügend andere große Projekte, die kein Zentrum haben.

00:27:52: Die einfach Öde sind abends.

00:27:55: Moment!

00:27:55: Also du widersprichst dir doch selber?

00:27:57: Der Potsdamer Platz könnte ja so ein Zentrum sein und dem vertierst du jetzt gerade dass er so öde ist.

00:28:03: also das widerspricht sich.

00:28:05: dann bin ich doch eher dafür hier eine lebendige Struktur zu entwickeln Mit der, was ich eben schon erwähnt habe mit der gebotenen vielfältigen Infrastruktur.

00:28:19: Dazu gehören auch Geschäfte dazu gehören Cafés und leicht machbar wenn man es zentral mit beplant was andere Städte machen so kann nicht zumindest die Grundlagen dafür schaffen dass hier Lebendigkeit entsteht.

00:28:38: das dauern.

00:28:40: Ja, wenn ich jetzt noch einmal vielleicht ein paar Stimmen aus der Politik anbringe die sich zu diesen Vorschlägen erst einmal geäußert haben.

00:28:49: Die CDU sagt ja das können wir uns gut vorstellen und sie will das auch in ihr Wahlprogramm für dem Herbst anstehenden Senatswahlen aufnehmen und sagen dass wäre ein Teil ihres Koalitionsvertrages.

00:29:04: Sie würden auch darauf drängen, dass der Kern des Platzes für Freizeit-, Kultur- und gemeinschaftliches Erleben erhalten bliebe – und das gelte auch für die Naturräume.

00:29:14: Die SPD sagt klare Absage vorrang vor der Bebauung des Tempelhofer Feldes hätte erst einmal die Erschliessung der anderen Baupotenziale.

00:29:27: Und demnach gibt es noch für zweihundertfünfzigtausend Wohnungen Platz innerhalb Berlins!

00:29:33: Die Grünen lehnen auch die Bebauung des Feldes ab und sagen, man solle lieber die anderen Bauprojekte voranbringen – die bestehenden und die leerstehenden Büroflächen in bezahlbaren Wohnraum umwandeln.

00:29:50: Die Linke hingegen unterstützt die Initiative Hundertprozent-Tempelhoferfeldt und lehnt eine Bebauungen ab.

00:29:57: Sie sagen Der Bedarf an Wohnraum kann in Berlin auch ohne eine Bebauung des Tempelhoferfeldes gedeckt werden.

00:30:05: Die AfD äußert sich nicht gesonder, sondern wartet darauf wie man das lösen kann aber es müsse erst einmal der Volksentscheid mit neuer Mehrheit abgeschafft werden.

00:30:16: die warten also erstmal den Ausgang der Wahlen ab.

00:30:19: wenn man auf dem Mieterverein nochmal einmal kurz eingeht Der sagt auch bezahlbarer Wohnraum, ja es würden dann dreißig Prozent der Wohnungen mit sieben Euro fünfzig oder neun Euro der Quadratmeter anfangen.

00:30:35: Das würde da natürlich jedes Jahr weiter hochgehen und die anderen seventy Prozent würden halt auf den freien Markt kommen.

00:30:43: Sie sagen also das wäre nicht die Lösung der Probleme von bezahlbarem Wohnraum.

00:30:49: so viel zu den Stimmen aus der Politik.

00:30:52: Also jetzt vielleicht noch ein Satz dazu.

00:30:55: Gerade das letzte macht wieder deutlich, was ich eben schon mal gesagt habe.

00:30:59: Wir nölen bevor es überhaupt ein bisschen konkreter werden kann, was hier an Idee vorgelegt worden ist.

00:31:10: und vielleicht noch ein Wort zu den zweihundertfünfzigtausend Wohnungen die man planen kann ohne dass Templo verfällt.

00:31:20: Das steht alles so im Step Wohnen-Zwanzigvierzig.

00:31:24: Leider brauchen aber diese Quartiere, die da entstehen sollen bis zu über zwanzig Jahren – das habe ich auch zu Beginn schon mal gesagt – bevor überhaupt nur ein einziger Spatenstich getan wird.

00:31:42: Das hilft uns nicht weiter!

00:31:44: Die Not ist

00:31:45: groß!".

00:31:47: Da gebe ich dir völlig recht, Marianne.

00:31:49: Wir haben in Berlin einen Umsetzungsproblem.

00:31:53: Die Pläne sind da.

00:31:55: Die Genehmigungen kommen vielleicht auch irgendwann mal, aber bis dahin wird nichts gemacht.

00:32:01: und dann wenn die Genehmigung da ist nach einem sehr langen Zeitraum, sind die Plänen veraltet und passen nicht mehr auf das aktuelle

00:32:08: Bild.".

00:32:09: Und der Nabo zieht vor Gericht?

00:32:11: Ich denke wir können das Ganze für heute hier abschließen!

00:32:15: Wir haben lustig für-und wieder erzählt was wir so in der Presse gefunden haben.

00:32:23: Wir halten euch auf dem Laufenden, wie die Geschichte weitergeht.

00:32:26: Fest steht schon heute Berlin hat ein Umsetzungspproblem und damit sage ich Vorhang zu und alle Fragen offen!

00:32:37: Vielen Dank fürs Zuhören bis zum nächsten Mal.

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